Bürgerinitiative "Keine Nordumfahrung Kahla-Plessa B169"

letzte Änderungen / News

19.07.2021 - Rundfunk Berlin Brandenburg - Früherer Bergbau blockiert umstrittene Ortsumfahrung in Plessa

17.07.2021 - öffentlicher Termin am 24.07.2021 - 12:30 Uhr Bolzplatz Waldeslust - zusammen mit dem NABU werden 45 Fledermauskästen entlang der geplanten nördlichen Route angebracht (Monitoring in Vorbereitung) - der RRB ist mit Kamerateam vor Ort

23.06.2021 - Bekanntmachung von Grundstücksvermessungen für Baumaßnahme / Enteignungen

18.06.2021 - Elbe-Elster Fernsehen - Kreistag des Landkreises Elbe-Elster stimmt einstimmig pro Südumfahrung (ab 2:10)

01.06.2021 - Antwort(versuch) der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg, warum der Freiraumverbund (explizit?) zu Gunsten der Nordumfahrung geändert wurde

30.03.2021 - RBB Online - Fragestunde in der Landtagssitzung vom 24.03.2021 - interessant ab ca. 14:20

09.03.2021 - Start unseres Youtube Kanals - ab jetzt 2 Wochen lang pünktlich 20:15 Uhr nach der Tagesschau 


Worum geht es hier?

Plessa und Elsterwerda benötigen eine Ortsumfahrung. Das dringend und seit Jahren!

Dazu hat das Land Brandenburg die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) damit beauftragt, die Streckenführung der geplanten Ortsumfahrung der Bundesstraßen B101/B169 Plessa und Elsterwerda zu erarbeiten.

Das Linienleitverfahren für die Ortsumfahrungen wurde durch die DEGES und vom Land Brandenburg erstellt und zwischenzeitlich vom Bundesverkehrsministerium genehmigt.

Die gewählte nördliche Streckenführung stößt in der Bevölkerung von Plessa, Kahla und Döllingen auf absolutes Unverständnis und wird als nicht akzeptabel betrachtet, weil sie eine direkte und unverhältnismäßige Benachteiligung von Mensch und Umwelt darstellt.

So sollen u. a. Anwohner unserer Ortslage Waldeslust enteignet und teilweise deren Wohnbebauung in Anspruch genommen werden, obwohl eine alternative Streckenführung über Freiflächen südlich um Plessa möglich ist.

Eine frühe und weitreichende öffentliche Bürgerbeteiligung fand im Entscheidungsprozess nicht statt und ist im Verfahren so auch nicht vorgesehen. 

Trotz intensiver Gesprächsbemühungen mit den Entscheidungsträgern lehnt das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) des Landes Brandenburg eine südliche Ortsumfahrung ab. Als Hauptargument wird angebracht, dass sich der Südraum von Plessa laut Landesentwicklungsplan (LEP HR) im Freiraumverbund des Landes befindet, der Nordraum jedoch nicht. Eine südliche Ortsumfahrung setze eine entsprechende Änderung des LEP HR voraus, welche ebenfalls abgelehnt wird.

Vielmehr möchte das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung zuerst eine kostenintensive Ausführungsplanung für eine Nordumfahrung fertigstellen lassen, obwohl hier schon jetzt die Probleme gegenüber einer Südumfahrung deutlich überwiegen. Dies betrifft bspw. ungeklärten Altbergbau, Enteignungen von Wohngrundstücken usw.

Eine Klärung wird somit bewusst in ein späteres Planfeststellungsverfahren verschoben und damit zum Nachteil aller Beteiligten an die Gerichte übertragen.

Interessant ist, dass sich ursprünglich der Nord- und auch der Südraum von Plessa im Freiraumverbund befanden. Im Jahr 2019 wurde seitens des MIL eine entsprechende Änderung durchgesetzt, welche den Nordraum ausklammerte und somit eine nördliche Umfahrung als einzige Lösung ermöglichte. Eine entsprechende Anfrage unserer Bürgerinitiative bei der zuständigen Gemeinsamen Landesplanung (GL) wurde ausweichend beantwortet. Auch eine damalige Anfrage des Landkreises Elbe-Elster an die GL, womit die entsprechende Änderung der Gebietskulisse um Plessa begründet werde, blieb unbeantwortet.

Wir sind der Auffassung, dass eine Fachplanung mit derart gravierenden Mängeln und Beeinträchtigungen nur das letzte Mittel der Wahl sein darf!

Unser Ziel: Wir möchten die geplante Ortsumfahrung B101/B169 in der Variante Nordumfahrung mit den Linien B2.1 und C1 zwischen Elsterwerda und Plessa verhindern und stattdessen eine südliche Umfahrung von Plessa erreichen.

Unsere Position findet breite öffentliche Unterstützung, denn auch das Amt Plessa, die Gemeindevertretungen im Amt, die regionalen Kommunen und der Landkreis Elbe-Elster sind einstimmig gleicher Auffassung wie wir.

Von den Entscheidungsträgern in Potsdam und Berlin wird das aber weitgehend ignoriert, siehe Antworten auf unser Schreiben. Selbst Angebote zu direkten Gesprächen wurden von den Verantwortlichen wiederholt ausgeschlagen!

Wir möchten eine Lösung, die von der Mehrheit der Bewohner in Kahla, Plessa und Döllingen auch getragen wird.

Wenn alle Beteiligten aufeinander zugehen, ist diese Lösung machbar. Man muss sie in Potsdam und Berlin nur wollen. Wir reichen der Politik ausdrücklich die Hand zum Dialog!

Bitte unterstütze uns dabei! Du bist damit nicht allein.


Um auf die besondere Situation aufmerksam zu machen, wurde von uns am 27.01.2021 ein offener Brief an den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg erfasst. 

Bisher ohne Reaktion. Falls diese doch einmal erfolgen sollte, werden wir Dich hier öffentlich informieren.


Die Stellungnahmen des Amtes Plessa zum Erläuterungsbericht der DEGES sowie die ergänzende Stellungnahme findest Du hier - beide durchaus lesenswert.